CEP052 Der wahre Wert von Tesla

Der wahre Wert von Tesla lässt sich nicht in der Zahl der verkauften Autos finden. Obschon schon längst mehr Model S gekauft werden als vergleichbar teure 7er oder S-Klassen. Der Wert von Tesla fußt auf einer Idee, die bisher kein Autohersteller so konsequent und zielstrebig angegangen ist. Wie Apple oder Google baut Musks Unternehmen für seine Kunden einen “goldenen Käfig” aus Hardware, Software, Dienstleistungen und Dingen, von denen wir heute noch gar nichts wissen. Die Idee ist alles andere als neu, aber in der Auto-Industrie bisher von niemandem ernsthaft verfolgt worden.

Zusammen mit unserem (fast schon Dauer-) Gast Morell treten wir mal ein paar Schritte zurück und schauen uns an, was das Tesla-Universum aktuell zu bieten hat und was da noch alles kommen mag.

Außerdem gibt es in dieser Episode ein paar handverlesene News vom Genfer Autosalon: Vor allem hat es uns der Jaguar I-PACE angetan, der große Autobau-Expertise mit dem Antrieb der Zukunft zusammenbringt wie wir es bisher noch nicht gesehen haben. Rimac hat auf der Messe seinen “C_Two” vorgestellt, an dem man einfach nicht vorbei kommt. Und Audi rollt einen vollbeklebtes Vorserienmodell des e-tron Quattro auf den Messestand, von dem wir erwartet hatten, dass man schon etwas weiter sei mit der Entwicklung.

Abgerundet wird das Programm von der ersten vollelektrischen Fernbuslinie und einem abnormal schnellen E-Schneemobil. Viel Spaß beim Hören!

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14 Antworten auf „CEP052 Der wahre Wert von Tesla“

  1. Sorry, aber so viel Blödsinn in einer Folge habe ich selten gehört. Geschäftsmodelle jenseits sämtlicher Gesetze. Wir sollten uns mal über die DSGVO und den Datenschutz unterhalten.

    1. Da darf man ruhig mal über den Tellerrand und einige Jahr in die Zukunft blicken. Was heute ist muss nicht morgen genauso Bestand haben. In dieser Episode sind viele Ideen, die sicherlich heute “Blödsinn” sein könnten, wenngleich mir das Wort hier wenig gefällt. Aber mit der Weiterentwicklung unserer Technologien muss auch die Gesetzgebung darum herum sich wandeln. War schon immer so, wird auch immer so bleiben.

    2. Hi Achim, grundsätzlich bin ich bei Dir – natürlich ist nicht alles was möglich ist, aktuell auch erlaubt. Ob das aber immer so bleibt oder auch nur von den jeweiligen Firmen berücksichtigt wird, ist die Frage. Siehe Facebook in den letzten Tagen.
      Deine Einschätzung, wie Du den Abschnitt “Fahrzeug-Telematik/
      Datenaufzeichnungsgeräte” im Tesla-Handbuch interpretierst würde mich wirklich interessieren. (Handbuch findest Du hier: http://morellife.com/wordpress/modelx/2016/11/08/model-x-benutzerhandbuch-auf-deutsch-eu-version-verfugbar/) Gerade mit Deinem fachlichen Hintergrund würde ich mich auf einen Austausch in CLEANELECTRIC Slack-Channel freuen.

  2. Ich höre euren potcast schon lange.
    Diese Folge hat mir sehr viele Fragezeichen hinterlassen.
    Ich finde es sehr erschreckend wie begeistert ihr von der Idee der totalen Überwachung seid.
    Tesla sehe ich jetzt leider weniger rosig, wenn Tesla als Daten Sammler und Verkäufer agieren wird, werde ich Tesla Produkte genau wie Google und Facebook so weit wie möglich aus meinem Leben entfernen.

    Wer dir totale Überwachung befürwortet, den wünsche ich viel Spaß damit!

    1. Hallo Alex, nun befürworten oder gar begeistert bin ich von dem Datentransfergedöhns nicht, wenn es natürlich um mein privates Tun geht und mich persönlich gläsern macht.
      Eines sollte aber bewusst sein: Nicht nur Tesla hat diesen Telefondraht dach hausen Auch andere Hersteller vebauen munter ihre SIM Karten uns Auto. Schon allein der Notruf Button der automatisch beim Unfall aktiv wird, ist in zukünftigen Fahrzeugen Pflicht.
      Diese Folge soll ganz klar dazu dienen ein mögliches Potenzial und die mögliche weitere Entwicklung gedanklich dirchzuspielen.
      Ich in meiner Arbeit bin natürlich interessiert an Zustandsdaten zum Fahrzeug. Warum auch nicht, wenn damit Ausfälle und unnötige Kosten vermieden werden.

      1. Es sei darauf hingewiesen: Die Vorgaben für den eCall besagten eigentlich, daß die SIM-Karte erst aktiv werden soll und sich erst dann einbucht (!), wenn der Call abgesetzt werden soll. Um den Verdacht eines möglichen Tracking gleich mal auszuräumen.
        Davon übrig geblieben ist: diese Vorgabe gilt nur noch für die Basisfunktionalität, die keiner implementiert. Alle wollen die “eh da” SIM nutzen um ihre Telematik dranzuhängen und gleich noch den Nutzer zu monetarisieren.
        Also: Stimmt, die Hersteller verwanzen jetzt alle unsere Autos und bauen Überwachungstechnik ein. Schön ist das nicht. Hoffentlich führt die DSGVO dazu, daß es wenigstens abschaltbar sein wird.

    2. Hi Alex,
      ich bin eigentlich mehr Fan von Aluhüten, aber in der Folge ging es vor allem um das Potential. Und das hat nichts mit unreflektierter Begeisterung zu tun, sondern mit dem Abschätzen vom Potential, was man mit diesen Daten machen könnte. Wovon du dann als Nutzer auch profitieren könntest:
      Ich denke da z.B. an Ride-Sharing. Klar ist das als Nutzer ein komisches Gefühl, das der Besitzer vom Fahrzeug weiss, wo ich damit gerade hinfahre. Aber dreh es um. Würdest Du als Besitzer vom gerade “on demand” vermieteten Fahrzeug nicht auch gerne wissen was drinnen abgeht, bzw wo Dein Auto ist?
      Aber lass uns doch den Austausch darüber in den Slack-Channel legen?

  3. Kurz zum Thema Skype im Tesla:
    Das war tatsächlich unser Erster Usecase – und ja, einige Fahrzeuge von uns haben Skype so laufen (wir haben Zugriff auf die API von Tesla bekommen) und nutzen es auch gerne als ShowCase. Das mit Anzeige der Präsentationen im Display funktioniert wirklich super!

  4. Tja also was soll ich sagen. Morell kommt eher so als typischer Berater rüber: Viele Buzzwords aus dem Bullshit-Bingo-Vokabular, viele Ideen, die zwar grundsätzlich machbar erscheinen, es in der Realität aufgrund von Gesetzen hoffentlich nicht werden und immer etwas oberlehrerhaft. Wenn’s dann an die Umsetzung geht sind solche Leute so schnell verschwunden, wie sie gekommen sind. Könnte auch bei Capgemini, Bearing Point, Mc Kinsey, KPMG oder Accenture arbeiten.
    Nicht dass Visionen ab und zu mal ganz hilfreich sind (ich stütze hier nicht Helmut Schmidts Aussage dazu) aber solche Leute können sehr schnell die Bodenhaftung verlieren und wirken dann nur noch lächerlich. Ich meine das aber nicht persönlich, denn Morell ist ja eigentlich ein ganz Netter und möglicherweise nur total überbegeistert – er sollte sich aber ab und zu mal selbst reflektieren.

    1. Hi Oli,
      Beratung ist ja grundsätzlich nichts negatives – und ob man als “Beratener” dann was aus den Ideen macht, steht auf einem ganz anderen Blatt. 🙂
      Bezüglich “Machbarkeit” und “Realität von Gesetzen” haben wir aber gerade in der jüngsten Vergangenheit von Facebook gelernt das nicht alles was verboten ist, auch nicht gemacht wird…

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