CEP077 Ladesäulen-Eichrecht, Tesla Model Y, Kurswechsel bei VW

Letzte Woche hat Tesla sein Model Y auf die Bühne gebracht und komplettiert damit das schon seit Beginn angepeilte Line-up: Model S, Model 3, Model X und Model Y sollen für jeden Geschmack etwas bieten. Erwartungsgemäß ähnelt das neueste Tesla-Produkt dem Model 3, schließlich soll es sich gut 75 Prozent der Komponenten mit ihm teilen. Elon Musk verspricht sich Großes: Nicht kleiner als die Summe der verkauften Model 3, S und X soll schon bald die Verkaufszahl des Model Y sein. Wir dürfen gespannt abwarten.

Derweil unterhalten wir uns mit unserem Gast Mathias Dalheimer, bekannt aus Episode 47, über die Ladeinfrastruktur in Deutschland. Das Schlagwort lautet “Eichrecht”: Was hat es damit auf sich, woher kommen all die Diskussionen, ist das Thema nicht längst gelöst? Wer schon mal den Stromzähler in seinem Haus oder seiner Wohnung gesehen hat, könnte so denken. Aber lasst Euch sagen: So einfach ist es womöglich nicht (wie so oft und an so vielen Stellen hierzulande).

Außerdem spannend: VW justiert den Kurs und will voll auf Elektromobilität setzen. Nicht – gut zuhören BMW – “elektrifizierte” Fahrzeuge, sondern vollelektrisch angetriebene. Das sorgt in der Autoindustrie erst mal für Unruhe. Wir besprechen VWs Strategiepapier “Ansätze und Vorschläge zur besseren Förderung von Elektromobilität in Deutschland”.

Letztendlich sagen wir noch Tschüss zum liebgewonnenen Telekom-Ladestrom und runzeln die Stirn ob des neuen zweistufigen Tarifmodells von “GET CHARGE”, wie der Magenta-Riese sein Autostrom-Baby ab April nennen wird.

Viel Spaß beim Hören!

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8 Antworten auf „CEP077 Ladesäulen-Eichrecht, Tesla Model Y, Kurswechsel bei VW“

  1. Ich finde man kann Tesla zugute halten, dass sie beim Y die kleinstmögliche und effizienteste Form gewählt haben, die gerade noch so die SUV- und Ich-will-höher-sitzen-Fraktion anspricht. Selbst beim Heck haben sie Aerodynamik der noch größeren Heckklappe vorgezogen und das Heck abgesenkt.

    Mein alter Herr fährt auch seit Jahren Family-VANs, zuletzt einen SMAX. Der kauft sich freiwillig auch kein normal flaches Auto mehr.

    Wenn man durch die Gegend fährt, sieht man mittlerweile so unglaublich viele kleine SUVs (Tiguan und Co). Die Leute wollen es. Man kann es auch verstehen, der Aufpreis beim Spritverbrauch ist bei den Gesamtkosten so minimal, dass es fast keine Rolle spielt.

    Meineserachtens ist es aber Quatsch nur für die 10 Sekunden beim Ein- und Aussteigen bei jedem gefahrenen Kilometer 10-15% Mehrverbrauch hinzunehmen.

  2. Ich finde für den Normalverbraucher punktet die Einfacheit des Telekom Tarifes! Besser eine Ladekarte die Überall Laden kann, (wenn auch teilweise zu schlechten Bedingungen) als 10 Ladekarten die zwar günstiger sind aber nie jemand weiß welche man verwenden muss! Damit kann sich jede Oma sicher sein das sie überall Strom bekommt und das ist gut so! Die Profis können ja weiterhin auf Schnäppchen jagt gehen keiner zwingt sie den teuren Tarif zu verwenden.

  3. Also eure Preisangaben zu Smartmetern kann ich nicht nachvollziehen. Genannt werden bis zu 60€ pro Monat!

    Die Preise die der grundzuständige Messstellenbetreiber verlangen darf sind gesetzlich gedeckelt. Für eine moderne Messeinrichtung (ohne Kommunikation) sind das 20€ pro Jahr! Das wird so also auf eure Modell-Oma zutreffen.

    Ein intelligentes Messsystem beginnt (sofern der Einbau verpflichtend ist) bei 100€ pro Jahr und liegt bei maximal 200€ pro Jahr (bei einem Verbrauch von 50.000-100.000 kWh oder Erzeugung von 30-100 kW). Das ist weit entfernt von euren 12×60=720€). Bei optionalem Einbau (der Messstellenbetreiber will das intelligente Messsystem einbauen obwohl gesetzlich nicht vorgeschrieben) beginnt es bei 23 €/a (unter 2.000 kWh Verbrauch -> eure Beispiel-Oma).
    Lediglich für Großerzeuger oder -verbraucher (über 100 kW bzw. 100.000 kWh) sind die Preise nicht gedeckelt, müssen allerdings “angemessen” sein.

    Der normale Haushalt (< 6.000 kWh bzw. < 7 kW Erzeugung) wird mit der modernen Messeinrichtung für 20€/a auskommen.

    1. Hi,

      ohne das ich jetzt nochmal in die Episode reingehört habe: Die 60 Euro sind pro Jahr, nicht pro Monat. Das habe ich denke ich falsch dargestellt. Das Thema begleitet mich schon ziemlich lange, da hab ich wohl auf einer veralteten Datenbasis gearbeitet 😉

      Ganz hilfreich finde ich diesen Artikel von der VZBV: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/wohnen/die-neuen-stromzaehler-kommen-13275

      Wenn Du in die folgende Grafik schaust

      https://www.verbraucherzentrale.de/sites/default/files/inline-images/einbaupflicht%20f%C3%BCr%20smart%20meter_kurz.jpg

      siehst Du auch was mich eigentlich aufregt: Im mittleren Teil “Optionaler Einbau intelligenter Messsysteme” ist eine Preisstaffel angegeben für den Fall, das Du zwar eigentlich kein intelligentes Messsystem bekommen müsstest, Dein Messstellenbetreiber aber entscheidet, das sich das lohnt. Das wäre z.B. in größeren Mietshäusern der Fall. Wenn dann Dein Verbrauch entsprechend hoch ist (Wasserboiler/Heizung elektrisch) kannst Du durchaus recht schnell auf die angesprochenen 60 Euro/Jahr kommen.

      Oder wenn Du aus $Gründen (z.B. ein Elektroauto) eben recht viel Strom verbrauchst (>6000kWh/a) dann kostet es >=100 Euro/a. Genauso wenn Du eine Wärmepumpe oder Nachtspeicherheizung hast.

      Meine Grundargumentation bleibt aber: Intelligente Messsysteme haben im besten Fall einen Einmaleffekt (“neuer Kühlschrank” etc.), verursachen aber dauerhaft erhöhte Kosten. Wieso Leute mit Elektroauto oder Wärmepumpen die Zeche bezahlen sollen verstehe ich nicht. Wie genau das in Zukunft in der Praxis gelebt wird steht natürlich auf einem anderen Blatt.

      1. Ergänzung: Natürlich kann ich mit einer Wärmepumpe oder einem Elektroauto recht wenig an meinem Stromverbrauch ändern. Außer ich lade öffentlich, aber das ist irgendwie auch nicht im Sinne des Erfinders.

  4. Die Episode war wieder sehr abwechslungsreich. Und wer hätte gedacht, dass man so kurzfristig an ein modernes BEV kommen kann, wie Malik…

    Mein Highlight: Diesmal war auch der Sound wieder auf dem guten Niveau wie noch zu Ende letzten Jahres. Zwischendurch gab es einige Episoden, bei denen deutliche Atemgeräusche zu hören waren. Vor allem bei Marcel. Anfangs dachte ich noch, er wäre erkältet. Dann kam das in späteren Folgen auch bei Philipp und Jakob. Ich empfand das als echt unangenehm.

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