Episode 44: Tesla Semi und Roadster

Tesla hat vor ein paar Tagen den Semi und den “Next-Gen” Roadster  der Öffentlichkeit vorgestellt. Erstaunlich enthusiastische Besucher haben das Event live vor Ort verfolgt, und auch das Medien-Echo ist gewohntermaßen gewaltig. Was nun so ein vollelektrischer 40-Tonner für die Industrie bedeuten kann, hat Elon Musk ebenso knapp wie eindrucksvoll gezeigt: Keine Abgase, beeindruckende Fahrleistungen, wartungsarme und langlebige Komponenten und vor allem extrem günstige Unterhalts- und Betriebskosten. Alle Einzelheiten dazu in dieser Episode.

Dass es nach der Semi-Präsentation noch ein “One more thing” geben könnte, haben sich zwar viele gewünscht, aber so richtig damit gerechnet hat kaum jemand. Und schon gar nicht mit einem “Next Gen” Roadster, der in Sachen Fahrleistungen alles bisher da gewesene in den Schatten stellt. 1,9 Sekunden aus dem Stand auf 60 mph (96,6 km/h) gepaart mit einer Reichweite von 620 Meilen (997 km) – das ließ sogar die Semi-Superlative schon wieder verblassen.

Zusammen mit unserem Gast Morell (bekannt aus Episode 37 und Episode 38) reden wir allerdings nicht nur über Tesla-Themen, sondern streifen auch elektrische Traktoren und die wachsende Ladeinfrastruktur in Deutschland und Europa.

Ein großes Dankeschön an Tesla D-A-CH und den Tesla-Store München Grünwald, die uns bei dieser Episode so unbürokratisch und freundlich unterstützt haben!

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4 Antworten auf „Episode 44: Tesla Semi und Roadster“

  1. Der Tesla Semi wird ein spannendes Produkt.
    Für Europa wird es aber interessant ob er ähnlich konkurrenzfähig wie in Amerika wird. Wenn ich die Wikipedia [https://en.wikipedia.org/wiki/Semi-trailer_truck] richtig verstehe gibt es hier, im Vergleich zu den USA nämlich zwei entscheidende Unterschiede:
    1.) Es gibt keine Begrenzung der Gesamtzuglänge. In Europa sind es 18,75 [https://de.wikipedia.org/wiki/Nutzfahrzeug/Maße_und_Gewichte#1990_bis_1995_-_Gemeinsame_Ma.C3.9Fe_und_Gewichte_im_EWR] Das erklärt auch warum es hier keine Langhauber mehr gibt da der Platz beim Auflieger fehlt
    2.) Das Gesamtgewicht wird pro Achse definiert (glaube ich) und es gibt nicht die Begrenzung auf maximal 40 Tonnen gesamt. Somit geht das (vermeintlich) höhere Leergewicht auf Grund der Batterie (Batterie alleine ~5 Tonnen) nicht direkt von der Nutzlast ab. Wenn ich richtig gegoogelt habe liegt eine klassische Sattelzugmaschine bei einer Leergewicht von 7-8 Tonnen.

    Mal gucken ob Tesla dann noch eine “Europa” Variante bringt.

  2. Das war doch wieder mal eine sehr unterhaltsame Folge. Und die Folgen mit Morell sind immer wieder zukunftsgewandt und vorausdenkend.

    Froh bin ich auch, dass Morell den Roadster als an und für sich völlig irrsinnig bezeichnet. In meinen Augen ist er genau das. Dass er trotzdem seine Abnehmer finden wird, steht außer Frage. Ich sehe ihn jedoch eher als Publicity Stunt. Mit dem Ding bleibt man (=Tesla) weiter im Gespräch.

    Ein paar konkrete Anmerkungen:
    Das (automatische) Fahren von LKW in Kolonnen oder Convoys wird bereits seit einigen Jahren unter dem Begriff “Platooning” diskutiert und entwickelt. Ich sehe das kritisch, denn es würde absehbar dazu führen, dass noch schneller mehr Fracht auf die Straße kommt.
    Es gibt allerdings ein Verkehrsmittel, das das dichte Fahren schon seit über 150 Jahren unaufgeregt beherrscht: Die Eisenbahn. Und an deren Energieeffizienz beim einfachen Transport von x Tonnen Fracht von A nach B kommt auch ein Tesla Semi nicht ran.

    Und dann noch Sarkasmus zum Panzerglas: Würden sie das auch verbauen, wenn sie nicht aus einem Land kämen, in dem jeden Tag zwei, drei Dutzend Menschen durch Schusswaffen sterben?

  3. Hi,

    ich höre euch sehr gerne zu und auch diese Folge war sehr unterhaltsam.
    Allerdings wäre es doch sicher auch mal interessant, z.B. eine Folge zum Semi Truck mit jemandem zu machen, der sich mit LKWs auskennt? Spediteur, Logistiker, LKW-Fahrer?
    Wenn ihr solche Ereignisse (wie auch das Model 3 Video letzte Folge) Argument für Argument durchkaut bleibt doch viel Halbwissen auf der Strecke.
    Z.B. sind europäische LKW durchaus aerodynamisch sehr komplex aufgebaut. Die Front wirkt zwar auf den ersten Blick wie eine Schrankwand, ist aber durch Leitbleche und Luftführungen schon sehr weit optimiert.
    Auch ist ein Sportwagen wie der Bugatti nicht (nur) auf einen geringen cw-Wert getrimmt. Sonst würde er nämlich vermutlich abheben. Durch Spoiler, Diffusor und Abrisskante wird ein Abtrieb erzeugt um genügend Haftung zu erreichen. Das geht natürlich zu Lasten des Luftwiderstandes, der dann aber zweitrangig wird. Schließlich hat insbesondere der Chiron ausreichend Motorleistung um die Luft beiseite zu schieben. Die aktuelle E-Klasse z.B. kommt auf einen cw-Wert von nur 0,23.

    Auch die ausführliche Detaill-Betrachtung des Model 3 würde deutlich gehaltvoller, wenn man dieselbe Betrachtung mal mit einem vergleichbaren Verbrenner machen würde. Tesla hat viele innovative und raffinierte Ideen, vieles ist aber auch längst Standard in vergleichbaren Automobilen.

    Aber vielen Dank dass ihr euch die Zeit nehmt und uns über die aktuellen Entwicklungen und Erfahrungen auf dem Laufenden haltet. Ist mir immer eine große Freude! 🙂

    1. Hallo Florian,

      vielen Dank für dein Feedback! Da steckt viel Gutes drin. 🙂

      Tatsächlich versuchen wir immer wieder, episodenweise Leute mit tieferem Wissen in die Sendung zu holen, die unseren eigenen Horizont und natürlich den der Hörerinnen und Hörer erweitern. Klappt natürlich nicht immer und schon gar nicht immer dann, wenn uns am besten passen würde. 😉

      Beste Grüße
      Philipp

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